Aufbereitung der Daten

Die unzerschnittenen verkehrsarmen Räume wurden durch Auswertung des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystems (ATKIS) des Landesvermessungsamtes NRW ermittelt. Sie liegen als landesweiter Datenbestand vor. Dazu wurden die Objektarten des ATKIS einer Kategorie „zerschneidend“ bzw. „nicht zerschneidend“ zugeordnet. Die als „nicht zerschneidend“ eingestuften Objekte wurden dv-tech­nisch aggregiert. Es entstand die neue Flächenkategorie UZVR.

Die dabei zusammengefassten Flächen wurden bezüglich der Hauptnutzungstypen ausgewertet (Acker, Grünland, Wald, Gehölz, Sonstige). Jeder UZVR-Fläche sind diese Flächenanteile attributiv zugeordnet. Als zerschneidende Elemente werden in NRW berücksichtigt:

  • Straßen ab einer Verkehrsdichte von 1000 Kfz in 24 Stunden
  • Zweigleisige Bahnstrecken und eingleisig elektrifizierte, nicht stillgelegte
  • Ortslagen (> 10 ha) und Flughäfen
  • Flächen mit besonderer funktionaler Prägung wie z. B. Industrie- und Gewerbeanlagen außerhalb von Ortschafen
  • Kanäle mit dem Status einer Bundeswasserstraße.

Die Daten zur Verkehrsdichte (Stand 2005/2010) wurden von Straßen NRW zur Verfügung gestellt. Da der Datenbestand Lücken im zerschneidenden Straßennetz aufwies, wurden zusätzlich die Bundesautobahnen und Bundesstraßen aus dem ATKIS-Datenbestand (Objektart 42002) berücksichtigt. Weitere fehlende Straßenabschnitte wurden durch augenscheinliche Prüfung händisch ergänzt. Jeder UZVR liegt im Gesamtdatenbestand als Vektor-Grafikobjekt mit der Sachinformation Flächengröße in Quadratkilometern und der Nutzungsverteilung vor.